quartalsbericht 3

ui schon der dritte bericht.
und mein deutsch is im eimer.
ernsthaft. hab mit der email noch ne entschuldigung für mein deutsch hinterhergeschickt. musst mit mir käpfen das es nciht zu sehr nacjh direkt von chinesisch in deutsch übersetzt klingt. lol


naja bildet euch ne meinung :D


Quartalsbericht 3
Wie geht es mir?
Nach nun schon etwas mehr als sieben Monaten hier in Taiwan, kann ich auch weiterhin sagen, dass es mir sehr gut geht. Die meisten Dinge die mir anfangs ungewohnt waren sind nun Alltag, sodass ich mich hier gut zurechtfinde.
Als ich festgestellt habe, dass es langsam aber sicher Zeit für den dritten Quartalsbericht wurde, habe ich einen Schock bekommen. Noch nie sind sieben Monate so schnell wie hier vergangen.
Familie
Mitte Januar habe ich das erste Mal meine Gastfamilie gewechselt. Der Wechsel war für mich nicht ganz einfach. Dies lag unter anderem auch daran, dass ich meine zweite Gastfamilie vorher nur drei Mal gesehen hatte und somit zu ihr weniger Kontakt hatte als zu meiner ersten Gastfamilie bevor ich nach Taiwan kam. Ein weiterer wichtiger Grund war, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe in meiner ersten Gastfamilie und eigentlich nicht weg wollte.
Meine neue Gastfamilie, Familie Kuo, (15F, No.16, Alley 60. Lane 91, Zu-Lin Rd. 234 Yung-Ho, Taipei County, Taiwan) besteht aus Moyen, dem Vater, Audrey, der Mutter, Emilie, 12 Jahre älter als ich, Vincent, 10 Jahre älter, und James, 8 Jahre älter. Nicht zu vergessen ist Shelley, ein kleiner 15 jähriger Hund, der manches Mal beinahe als eine Art Heiligtum angesehen wird.
Vincent und James wohnen jedoch seit etwa einem halben Jahr gemeinsam in einer Wohnung, sodass sie nur selten im Haus sind.
Moyen ist im Handel tätig. Da sein Arbeitsplatz meiner Schule recht nah liegt, kann er mich morgens zur Schule bringen. Darüber bin ich sehr froh, würde mein Schulweg doch sonst über eine Stunde dauern.
Audrey ist Hausfrau und geht jede Woche in einen Chor sowie zum Japanischunterricht. In den Ferien hat sie mich einmal mit zum Chor genommen, was sehr lustig war.
In der ersten Zeit nach meinem Wechsel habe ich mich nicht wirklich wohl gefühlt.
Mit Audrey und Moyen habe ich erst keine richtige Gesprächsbasis finden können.
Am besten kam ich zu dem Zeitpunkt Emilie, aus. Mit ihr konnte ich von Anfang an gut reden. Mit 16 Jahren ist sie nach Deutschland gezogen um Musik zu studieren und erst vor 2 Jahren zurück nach Taiwan gekommen.
Da sie auch Austauschschüler war, für einen deutlich längeren Zeitraum zwar, und der Austausch zwischen den gleichen Ländern stattfand, war es für uns von Anfang an kein Problem ein Gesprächsthema zu finden. Ihr Deutsch ist beinahe perfekt, allerdings unterhalten wir uns nur in Chinesisch. Sie ist jedoch nur selten im Haus, da sie Klavierlehrerin ist und oftmals bis Abends um 9 oder 10 Uhr Unterricht gibt.
Die Unterschiede zwischen beiden Gastfamilien sind doch sehr groß, sodass ich beinahe sagen kann, dass mein Kulturschock 5 Monate nach Ankunft in Taiwan eingetreten ist.
Auch bin ich nun, das erste Mal in meinem Leben, das mit Abstand jüngste Kind in der Familie, weshalb ich anfangs doch sehr bemuttert wurde. Damit kam ich erst nicht klar, da ich es gewohnt bin, dass ich sehr viel selber denke.
Des weiteren konnte ich erst viele Familieninterne Gedankengänge nicht verstehen, genau wie ich den familiären Humor erst nicht verstanden habe.
Dies war in der ersten Zeit etwas problematisch, entstanden dadurch doch einige Missverständnisse.
So kam es, dass ich mich in der ersten Zeit oftmals nach Fanny, Robert und April, meiner ersten Gastfamilie, gesehnt habe.
Wir haben lange Zeit nicht über unsere Kommunikationsprobleme gesprochen, bis es schließlich eines Abends zu einem längeren Gespräch kam. Es gab einige Missverständnisse auf beiden Seiten, welche wir jetzt aber weitesgehend geklärt haben. Seither fühle ich mich hier wirklich wohl.
Mitte/Ende April werde ich ein weiteres Mal die Gastfamilie wechseln.
Schule
Je länger ich hier in Taiwan bin, desto lieber gehe ich in die Schule. Dies ist eine Aussage, welche die meisten Leute die mich und meine Einstellung zur Schule aus Deutschland kennen, wohl eher mit Verwirrung lesen. Doch mir macht es hier viel Spaß mit meinen Klassenkameraden gemeinsam von einem Klassenraum zum anderen zu laufen, in den Mittagspausen gegenseitig das mitgebrachte Essen zu probieren, oder mich mit ihnen gemeinsam in der Schulversammlung jeden Freitagmorgen während der Rede des Schulleiters zu langweilen. Die regelmäßigen Tests muss und kann ich nicht mitschreiben. Dies gilt auch für die Englischtests, welche ich aber trotzdem mitschreibe, einfach nur weil es lustig ist, diese dann mit dem Vordermann zu tauschen und dann zu korrigieren. Dies ist recht einfach, da die Tests zu gut 80 Prozent aus Multiple Choice und 20 Prozent aus Vokabeln bestehen. Somit gibt es nur richtig oder falsch.
Ich freue mich über jede Minute die ich mit meiner Klasse verbringen kann.
Immer wieder gibt es kleine Gesten von meinen Klassenkameraden, die mir zeigen, dass sie mich gern haben, und sei es nur ein liebevoll gefertigter Blumenstrauß aus den Papieren der gerade verteilten Schokoladenostereier.
Seit einiger Zeit hat es sich eingebürgert, dass meine Klasse, jedes mal wenn sie im Musikunterricht ein Lied nicht singen wollen, behauptet, dass ich das Lied nicht möge und gesagt habe, ich wolle ein anderes singen. Das liegt daran, dass ich einmal als die Lehrerin mich fragte welches von zwei Liedern singen sollten ich gesagt habe ich möge das eine nicht. Es ist jedes mal sehr lustig. Und meistens hilft diese Aussage auch weiter.
Zusammen mit meiner Klasse habe ich an einem Taibo Wettkampf für alle 2. Klassen der Schule teilgenommen. Es war sehr lustig. Angefangen bei der gemeinsamen Vorbereitung, welche Sockenzerschneiden für unsere ‚Kostüme' einschloss, über die gemeinsame Vorführung und das Anfeuern der anderen Klassen, bis zur gemeinsamen Enttäuschung darüber, dass wir nicht in den Platzierungen waren. Ein bisschen peinlich war es mir dann doch, als ich vor versammelter Schule dafür gelobt wurde, dass ich als einzige von drei Austauschschülern an der Schule an dem Wettbewerb teilgenommen habe.
Anlässlich eines Kulturwettbewerbes an der Schule haben eine Klassenkameradin und ich zusammen für unsere Klasse an einem Kalligraphiewettbewerb teilgenommen. Es war lustig zu beobachten wie alle behaupteten keine Ahnung von Kalligraphie zu haben, und dann die verlangten Zeichen in zügigem Tempo mit dem richtigen Schwung und Gefühl niedergeschrieben haben. Ich kam mir mit meinen paar Monaten, die ich Chinesisch lerne und der dann vergleichsweise sehr geringen Kalligraphieerfahrung dann doch etwas verloren vor. Das ich nicht zu der besseren Hälfte der teilnehmenden Schüler gehörte verstand sich von selbst.
Einen solchen Klassenzusammenhalt wie in meiner Klasse habe ich noch nie erlebt. Jeder unterstützt jeden und keiner wird ausgeschlossen. Es gibt zwar, wie überall, intern noch kleine Grüppchen von Leuten die sich besonders gut verstehen, jedoch kapseln diese sich nicht ab.
Seit den Winterferien müssen wir Austauschschüler uns jeden Morgen wenn wir in der Schule ankommen im Schulbüro einschreiben, was daran liegt, dass die beiden anderen Austauschschüler oftmals unentschuldigt vom Unterricht fernbleiben. Anfangs fand ich das sehr nervig, inzwischen hat es sich jedoch so entwickelt, dass ich den Leuten im Büro jeden Morgen einen neuen deutschen Satz beibringe.
Anfang April werde ich mit dem gesamten Jahrgang für 4 Tage auf Reisen gehen. Ich bin mir sicher, dass dies sehr lustig werden wird!
Nach einem etwas unglücklichem Start am Anfang des Schuljahres fühle ich mich nun wirklich wohl in der Schule.
Die Sprache
Chinesisch ist momentan die Sprache mit der ich mich am wohlsten fühle. Selbst wenn ich mit anderen Austauschschülern Englisch oder Deutsch spreche benutze ich unbewusst einige Chinesische Worte. Auch schreiben in Deutsch wird für mich immer ungewohnter.
Ich gehe weiterhin zwei mal die Woche in den von Rotary organisierten Sprachunterricht, welchen ich jedoch, obwohl ich, nach einem weiteren Chinesischtest Mitte Januar, in A-Klasse bin, doch eher langweilig finde. Des weitern gehe ich jeden Mittwoch zurück zu meiner ersten Gastfamilie, wo ich dann mit Fanny, meiner ersten Gastmutter, zusammen Chinesisch lerne. So kann ich zusätzlichen Chinesischunterricht nehmen und habe gleichzeitig die Möglichkeit mit meiner ersten Gastfamilie in Kontakt zu bleiben, was sonst zeitlich sehr schwer gewesen wäre.
Derzeit versuche ich mich auf einen Test für ein Chinesischzertifikat Anfang Mai vorzubereiten.
Auch mit dem in Beijing gesprochenen Chinesisch habe ich inzwischen Bekanntschaft gemacht. Ein deutlicher Unterschied ist die gestochen scharfe Aussprache, welche einem eher gekünstelt vorkommt als natürlich gesprochen, sofern man dies nicht gewohnt ist. Die Aussprache in Taiwan ist deutlich weicher, hinzukommen noch einige Einflüsse aus dem Taiwanesischen.
Rotary
Mit meinem Rotaryclub komme ich immer besser aus. Ich gehe weiterhin einmal Pro Monat zu einem Meeting, allerdings kamen in letzter Zeit noch einige weitere Veranstaltungen hinzu, sodass ich die Rotarier langsam besser kennen lerne.
Vor wenigen Wochen habe ich die hiesige Art des Kaminabends kennen gelernt. Diese besteht daraus, dass alle Mitglieder des Rotaryclubs sich bei einem Mitglied treffen. In einem Raum wird dann ein Meeting abgehalten, in einem anderen Raum sitzen die Frauen und unterhalten sich über alles mögliche. Dazu gibt es eine Menge Süßigkeiten und anderen Knabberkram. Nach dem Meeting wird dann gemeinsam essen gegangen, bei dem Karaoke, sowie Wein und Schnaps zum Anstoßen nicht fehlen darf.
Außerdem war ich erst letzte Woche in einem Konzert, welches von meinem Rotaryclub sowie meiner Gastfamilie gesponsert wurde. Für diese Gelegenheit wurden mir einige Eintrittskarten überlassen, damit ich Freunde einladen konnte.
Anfang Februar habe ich dann meine Deutschlandpräsentation gehalten.
Ich war furchtbar nervös, wurde ich doch auf gewisse Art und Weise ins kalte Wasser geschmissen. Zum einen war das Meeting eines zu Chinesisch Neujahr, zum anderen waren Rotaryclubs mit Ehepartnern und Familie anwesend und all dies in Taipeis teuerstem Hotel.
Was es mir auch nicht leichter gemacht hat war die Tatsache, dass der Redner vor versammeltem Rotaryclub am Präsidententischsitzen muss. Ich war froh, dass mein Gastvater neben mir sitzen durfte. Ich habe ein wenig über Deutschland, meine Familie und mich erzählt sowie die Deutsche Nationalhymne gesungen. Für detailliertere Beschreibungen war jedoch keine Zeit, da mir nur 20 Minuten zur Verfügung standen.
Mit unserem Distrikt, 3480, sowie dem Distrikt 3500 waren wir drei Tage auf einer Reise in den Süden Taiwans. Wir haben uns Gauxiong, wo 2009 die Worldgames stattfinden werden, und Kending angesehen. Beides sind in Taiwan sehr beliebte Reiseziele und wir hatten eine Menge Spaß miteinander. Im Mai werden wir noch einmal reisen gehen, dieses Mal in den Osten Taiwans.
Wir haben weiterhin jede Woche Kulturunterricht, der seit einiger Zeit jedoch zum Proben für die Distriktkonferenz verwendet wird.
Diese steht Mitte April an.
Freunde, Aktivitäten, Freizeit
Da meine Schule zu den besseren und damit auch anspruchsvolleren Schulen Taipeis gehört, sind meine Klassenkameraden von morgens bis abends mit lernen beschäftigt. Nach der Schule gehen die meisten noch bis spät in die Nacht in eine Art Nachhilfeschule. Hinzu kommen die monatlichen Tests fuer die dann noch mehr gelernt werden und ueber drei Tage dauern. So kommt es, dass sie meistens Abends keine Zeit haben auszugehen. Jetzt steht jedoch eine etwas ruhigere Phase an, sodass wir uns Abends nach der Schule treffen können. Darüber bin ich sehr froh.
An den Wochenenden zeigt mir meine Gastfamilie eine Menge interessante Orte. Wir gehen zu Museen, Tempeln, berühmten Straßenmärkten und anderen Sehenswürdigkeiten.
Jeden Donnerstag gehe ich Abends zum Erhuunterricht. Mit der Gastfamilie habe ich auch meinen Lehrer gewechselt, da der erste Lehrer zu weit weg war. Es hätte mich etwa ein ein halb Stunden gekostet bis nach Hause zu kommen. Mein jetziger Lehrer unterrichtet beinahe direkt neben dem Haus meiner Gastfamilie und gehört, dem Ruf nach, zu den besten Erhulehrern in Taipei. Ich lerne jetzt in einer fünfköpfigen Gruppe und bin mit Abstand die Jüngste. Meine Mitschüler sind zwischen 40 und 70 Jahre alt, jedoch ist der große Altersunterschied kein Problem. Auch kann ich, sofern ich Freizeit habe, zu der Schule gehen und dort üben. So habe ich die Möglichkeit mich bei Fragen direkt an meinen Lehrer zu wenden. Oftmals lädt er uns auch ein mit ihm Tee zu trinken. Dann sitzt er mit seinen Schülern in seinem Unterrichtsraum an dem kleinen Teetisch, trinken frischgebrühten Tee und unterhalten uns über alles mögliche. Die Schüler dort sind eher wie eine große Familie, in die ich schnell aufgenommen wurde.
Unterschiede zu Deutschland
Die Unterschiede zwischen Deutschland und Taiwan werden mir, je länger ich hier bin, immer deutlicher.
Etwas was mich jedes Mal fasziniert, ist, wie wichtig es hier ist regelmäßig zu beten. Jeden 1. und 15. Tag eines Monats, nach dem Chinesischen Kalender, wird gebetet. Manche Leute, wie auch Emilie, essen an diesen Tagen nur vegetarisch. Vor Tests gehen viele Schüler zum Tempel um für gute Testergebnisse zu beten. Oder sie fragen die Götter bei verschiedenen Fragen um Rat. In Deutschland gehen die meisten Jugendlichen und auch viele Erwachsene nicht in die Kirche. Und sofern Jugendliche in die Kirche gehen wird dies oft als sehr seltsam abgetan.
Des weiteren ist es selbstverständlich, dass man jeder Straßenecke etwas zu essen bekommen kann. Dies geht von kleinen Ständen über kleine Kantinen bis zu den teueren Restaurants. Wenn man will, kann man für etwa einen Euro satt werden.
Wenn man essen geht ist es normalerweise so, dass man nicht für jede Person ein Gericht bestellt, sondern, dass etwa so viele verschiedene Gerichte wie Personen am Tisch sitzen bestellt werden. Dies beinhaltet meist Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Gemüse und eine Suppe. All dies wird in die Mitte des Tisches gestellt und jeder nimmt sich von jedem so viel wie er möchte. Es gehört zur Höflichkeit dazu, dass man seinem Sitznachbarn ungefragt beim Aufnehmen hilft. So kann es passieren, dass man schnell einen Berg verschiedener Gerichte auf seinem Teller findet, die man sich nicht selber aufgetan hat.
In der ersten Zeit fand ich das sehr seltsam, inzwischen habe ich mich jedoch daran gewöhnt und weis nun auch, wie ich höflich ablehnen kann.
Was sonst noch zu berichten ist
Mit meiner Gastfamilie bin ich Anfang März auf den Ali Berg gefahren. Dort kann man in einen der schönsten Sonnenaufgänge Taiwans beobachten.
Wir kamen Mittags auf dem Berg an und sind am nächsten Morgen um 4.30 Uhr aufgestanden um mit einem kleinen Zug bis zu einer Aussichtsfläche gefahren. Es hat sich wirklich gelohnt.
Später haben wir dann erfahren, dass dies erst der zehnte Sonnenaufgang war, der dieses Jahr erkennbar war. Alle anderen Tage waren wohl verregnet oder zumindest zu bewölkt gewesen.
Des weiteren wohne ich derzeit mit Christina, der Taiwanesischen Austauschschülerin vom letzten Jahr, in einem Stadtviertel. Es gab ein fröhliches Wiedersehen.
Außerdem bin ich endlich dazu gekommen einen Löwentanz zu beobachten. Dies hatte ich mir vorgenommen, seit ich hier angekommen bin. Da die Veranstaltung draußen stattfand und es den ganzen Tag über geregnet hatte, hatten wir sorge, dass es doch keine Aufführung geben würde. Die Trommeln und Kostüme vertragen nämlich keinen Regen. Glücklicherweise gab es Mittags jedoch eine Regenpause und ich kam in den Genuss eines tollen Löwentanzes, bei dem vier verschiedene Arten, der Beijinger und drei verschiedene taiwanesische Arten vorgestellt wurden.
Wo gibt es Probleme?
Wenn man von den Anfänglichen Problemen in meiner Gastfamilie absieht habe ich eigentlich keine Probleme. Und auch dieses Problem ist inzwischen gelöst.
Alles in allem fühle ich mich hier wirklich sehr wohl.
Das größte Problem ist wohl eher die Tatsache, dass ich das Gefühl habe, dass die Zeit viel zu schnell vergeht.
Danke!
Ich erlebe hier jeden Tag eine Menge toller Dinge. Für diese Möglichkeit möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Sponsorclub, dem Rotaryclub Usingen bedanken. Des weiteren möchte ich Herrn Reinhold und Herrn Friesenhahn für die gute Vorbereitung und Unterstützung danken.
Der größte Dank geht an meine Familie, ohne die ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte an diesem Austausch teilzunehmen.
Vielen Dank!
Ann-Kathrin Sauer, Taiwan, Distrikt 3480, RC Taipei Metro East


btw kommis erwünscht :D






















1 Kommentar 4.4.08 17:30, kommentieren

ich lebe noch!

hi ihr1

 

jaa ich lebe noch!

komm nur in letzter zeit ncht dazu zu schreiben.

bin momentan in einem zustand, dass ich jeden abend ins bett falle und sofort schlafe.

das haus meiner neuen gastfamilie li schule ca 1 stunde autofahren.

das ist nervig

morgens aufstehn um 6.15 damit ich rechtzeitig ankomme...

und dann in der schule die zeit mit lernen verbringen. chinesisch. muss da ich 3 monate nescheiss lehrerin hatte ca4 lektionen nacharbeiten. je schneller deso besser.

danzu okmmt dann noch das ich abends erst gegen 6 wieder zurueck bin und dann noch kein erhu geuebt habe oder sonst was. irgentnen tolllen rotarykram zumbeispiel... unser rotary hier is nenbissi unorgnaisiert.

ich hab jetzt nen neuen erhu lehrer. tausend malbesser als der vorherige. aber daher muss ich halt auch deutlich mehr zeit in uebeninvestieren.

acuh okay.

und jeden mittwoch darf ich wieder zurueck zu meiner ersten gadtfamilie. fanny unterrichtet mich dann in chinesisch und danach reden wir einfach bis weisnicht wieviel uhr :D

meine rotaryrede habe ich jetzt endlich hinter mir.

 

ich war vllt frohals das vorbei war...

1. der speaker sitzt vor versammelter mannschaft am praesidentetsich

2. man ist der einzige speaer des tages

3. die gewuenschten utensilien muss man sich dann iwie aufteribenweil das natuerlich vergessen wurde. ein lob das wir 30 min vorher da waren

4. es war nicht ein normales rotarymeeting sondern die chinesisch neujahrs feier des rotaryclubs

5. es warnicht in dem normalen meetingsraum, welcher schon teuer genug aussieht sondern im teuersten hotel taipeis

6. es war nicht nur ein rotaryclub, sondern auch der tochterclub. plus familien.

insgesammt 150 leute oder s

 

aber ich lebe noch!!!

 

und! ich bin am wochenende mit meiener gastfamilie auf den alishan (berg ali oder wie der deutsche name ist) gefahren. und ich habe den weithin beruehmenten sonnenaufgang dort gesehn! (dieses jahr war er auf grund der wetterverhaeltnisse erst 10 mal sichtbar, und das wo wir schon maerz haben)

es hat sich gelohnt sich um 4.30 aus embett zu quaelen!!!!

 

so ihc muss jetzt los. geh jetzt fanny an der bushalte abholen und dann mit ihr zusammen einkaufen!

 

bye bye!

anka

 

1 Kommentar 5.3.08 09:44, kommentieren

Neues Heim...

Jetzt ist es also so weit.

ich wohne in einer neuen familie...

Der abschied von meiner ersten gastmutter war schrecklich. wir haben beide sturzbaeche geheult... und auch meine gastschwester war den traenen nahe was ich bei ihr eigentlich nicht wirklich erwartet hatte. nur der abschied von meinem gastvater war recht kurz und schmerzlos.

 

meine neue gastfamilie ist sehr nett. und deutschlandbessesen. ihre tochter hat in deutschland studiert und spricht super deutsch auch wenn wir darauf nicht zurueckgreifen. dei eltern waren schon mehrfach in deutschland. diebeiden soehne wohnen nicht daheim. einen habe ich jedoch schon kennen gelernt und er scheint sehr nett zu sein. und nicht zu vergessen der kleine 15 jaehrige hund der hier noch wohnt.

 

naja ich will meine erste zeit ier nicht am pc verbringen ins besondere da es nicht meiner ist. daherverabschiede ich mich rasch wieder.

 

bye!

anka

4 Kommentare 21.1.08 10:36, kommentieren

Quartalsbericht 2

Ich weis irgentwie nicht was ich selber von diesem bericht halten soll... ich weis nicht ob er gut oder nicht ist... ehrlich geagt keine meinung zu... lest selbst und äußert euch dann wenn ihr bereit seit die zeit für mich zu opfern :D

Quartalsbericht 2


Wie geht es mir?

Etwas mehr als vier Monate bin ich nun in Taiwan. Dieser Gedanke ist beinahe verwirrend. Die Zeit scheint so schnell zu vergehen wie noch nie zuvor. Ich kann mich an keine Zeit in Deutschland erinnern in der vier Monate so spannend und aufregend waren wie die bisherigen. In wenigen Wochen schon ist Halbzeit. Es geht mir hier auch weiterhin sehr gut, auch wenn die letzte Zeit, was meine Gefühlswelt angeht, manchmal etwas durchwachsen war. Die Anzahl der guten und sehr guten Tage hat bei weitem die weniger guten Tage überwogen, doch es gab auch Tage an denen ich froh war, wenn sie vorbei waren. Diese Phase machen zur Zeit, ohne Ausnahme, alle Austauschschüler hier durch und gehört wohl auch einfach zum Austausch dazu. Für jeden von uns stand das erste Weihnachtsfest ohne Familie und feste Familientraditionen bevor. Eigentlich war es das erste Weihnachten ohne richtige Weihnachten. Doch dazu werde ich in einem späteren Abschnitt des Berichts noch mehr schreiben.

Meine Gastfamilie

Derzeit wohne ich noch immer bei meiner ersten Gastfamilie, Familie Chen (5 F. 101, 71 Lane Jiang-Nan Street, Neihu-District, Taipei City). Ein Wechsel steht mir Mitte Januar bevor, was heißt, dass ich die Hälfte meines Austausches bei einer Familie verbringe. Meine zweite Gastfamilie habe ich bisher noch nicht wirklich kennen gelernt, wenn man von einem Abendessen mit allen Gastfamilien und meinem Counsellor sowie einem Rotary Meeting absieht. Meine Fanny, meine jetzige Gastmutter, spricht jedoch nur gut über meine zweite Familie. Ich weis inzwischen, dass sie drei Kinder haben, alle deutlich älter als ich. Die Söhne wohnen beide Außerhaus, die Tochter, welche in München Musik studiert hat, ist Mitte 20 und wohnt anscheinend noch daheim. Des weiteren kommt ein Großvater wohl regelmäßig zu besuch, was für mich heißt, das ich ein wenig Taiwanesisch lernen werde, da er, soweit mir erzählt wurde nicht unbedingt gut oder gerne Chinesisch spricht. Meine zweite Gastmutter selbst ist Hausfrau, was mein Gastvater beruflich macht weis ich noch nicht. Wenn es zeitlich möglich ist, will mich meine zweite Gastfamilie zum Essen bei sich zu hause einladen, damit wir uns alle ein wenig kennen lernen können, bevor ich zu ihnen ziehe. Jedoch sind sie derzeit noch mit Renovierungsarbeiten im Haus beschäftigt, weshalb auch mein Umzug zu ihnen um zwei Wochen verschoben wurde. Die Tatsache, das ich meine Gastfamilie noch nicht wirklich kennen gelernt habe, macht es mir nicht unbedingt leicht, meine jetzige Familie zu verlassen. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl, und Fanny ist plant in Gedanken schon eine Reise nacht Deutschland. Besonders gefallen scheinen ihr meine Erzählungen von meinen Großeltern gefallen zu haben, denn diese will sie unbedingt besuchen. Es klingt als wolle sie eine große Deutschlandrundreise mit mir als Fremdenführer machen und ich bin sehr gespannt, ob sie das wirklich in die Tat umsetzten wird. Dieser Gedankengang hilft uns beiden jedoch ein wenig, da wir hier wirklich wie Mutter und Tochter sind, sodass Fanny bei einem Gespräch über den bevorstehenden Familienwechsel zu weinen angefangen hat. Doch zugleich sagt sie mir immer wieder das der Wechsel eine sehr gute Chance ist mehr kennen zu lernen als das Leben einer Familie, womit sie ja auch Recht hat. Ich weis schon jetzt, dass ich unsere abendlichen Gespräche vermissen werde, auch wenn wir weiterhin viel in Kontakt bleiben, soweit es die Zeit erlaubt. So bleibt mir derzeit nicht viel anders als mich auf einen Abschied von meiner jetzigen Familie vorzubereiten und mich zugleich auf eine neue zu freuen. Denn ich habe für mich selbst beschlossen, dass es auch dort nur toll werden kann.

Die Sprache

Inzwischen bin ich in der Lage mich mit den meisten Leuten relativ gut auf Chinesisch unterhalten zu können, vorrausgesetzt sie verlangen nicht von mir, dass ich ihr Alltagssprachtempo und die komplizierteren Worte komplett verstehe. Besonders schwer ist es für mich, wenn die Leute einen starken taiwanesischen Akzent haben, was besonders bei älteren Leuten der Fall ist, da deren Muttersprache meistens Taiwanesisch und nicht Chinesisch ist. Dann klingen für mich alle Wörter beinahe gleich. Allerdings bin ich jetzt so weit, dass ich an den Tischgesprächen zumeist wirklich teil nehmen kann, worüber ich sehr froh bin. Jedoch habe ich manches mal Probleme meinen Gastvater zu verstehen, da er, zusätzlich zu seinem taiwanesischen Akzent, gerne komplizierte Worte und Wortspiele verwendet um mit mir zu reden. Er wurde deshalb sogar schon mehrfach von meiner Gastmutter und meiner Gastschwester darauf hingewiesen, doch bitte so mit mir zu reden, dass ich eine Chance habe ihn zu verstehen. Das klappt dann meistens auch fünf Minuten, manchmal auch länger. Inzwischen habe ich mir angewöhnt ihm, wenn ich wirklich nichts mehr versteh, mit den taiwanesischen Worten für: Ich habe nicht verstanden! zu antworten, was bei allen immer ein Lachen entlockt und ihn erinnert mit einfacheren Worten zu reden. Wir haben weiterhin zwei mal die Woche drei Stunden Chinesischunterricht und meine Gastmutter bringt mir auch weiterhin eine Menge bei und besorgt mir Kinderbücher, die in Chinesisch und in Lautschrift geschrieben sind, sodass ich sie lesen kann. Außerdem hat sie mir beigebracht ein komplett chinesisches Wörterbuch zu verwenden, sodass ich zumindest die Aussprache der Worte durch suchen nach dem Wurzelzeichen des Wortes oder der Strichzahl herausfinden kann. Ein wenig schade finde ich es, dass es hier immer wieder Leute gibt, die das Gefühl haben, dass es komplett unmöglich ist Chinesisch als zweite Sprache zu erlernen, sodass sie mich nur auf Englisch ansprechen, auch wenn sie wissen, dass ich schon seit einiger Zeit in Taipei bin, oder sie gehört haben, dass ich mit Fanny auf Chinesisch gesprochen habe. Ich habe mir angewöhnt ihnen nur auf Chinesisch zu antworten, was meist zu einigen verwirrten Blicken, dann aber zu einer Unterhaltung auf Chinesisch führt. Ich fühle mich selbst nicht wohl mit Taiwanesen auf Englisch zu reden, sodass ich Englisch eigentlich nur noch im Englischunterricht und im Gespräch mit den Austauschschülern verwende. Allerdings habe ich festgestellt, dass mein Englisch in den letzten vier Monaten deutlich besser geworden ist. Das mag daran liegen, das in etwa die Hälfte der Austauschschüler aus Amerika und Kanada kommt. Einige Interessante Erfahrungen mit der chinesischen Sprache habe ich auch schon gemacht. So habe ich zum Beispiel eine junge Brasilianerin kennen gelernt, die seit 5 Jahren hier wohnt und kaum ein Wort Chinesisch spricht, da sie auf eine International School geht. Außerdem habe ich einen Deutschen kennen gelernt, der seit 17 Jahren hier lebt, eine taiwanesische Frau hat und gar kein Chinesisch versteht. Gleichzeitig treffe ich aber immer wieder auf Leute die es geschafft haben die chinesische Sprache gut bis sehr gut zu erlernen, was mir immer wieder ein wenig Mut gibt, wenn ich das Gefühl habe in meiner Sprachentwicklung stehen zu bleiben.

Besondere Erlebnisse

Ein besonderes Weihnachten. So kann man das diesjährige Weihnachtsfest getrost nennen. Für alle von uns war dieses Weihnachten das erste Weihnachten ohne unsere Familien. In Taiwan wird Weihnachten eigentlich gar nicht gefeiert. Man geht zur Schule wie an jedem anderen Tag auch. Zwar kann es sein, dass der Klassenraum weihnachtlich dekoriert ist, was heißt, dass überall Lichterketten aufgehängt werden, aber das war es dann eigentlich auch schon. Manche Klassen haben auch eine kleine Weihnachtsfeier. Hier und da kann man bei Firmen Weihnachtsbäume entdecken und in einigen Läden tragen die Mitarbeiter Nikolausmützen. Am besten lustigsten fand ich jedoch die Busfahrer, die teilweise im Nikolauskostüm durch die Gegend gefahren sind und einem dann fröhlich zugewunken haben. Die richtige Weihnachtsstimmung konnte so jedoch nicht aufkommen. Dafür fehlte der eigentliche Teil, welcher Weihnachten für mich ausmacht, die Familie. Eigentlich kann ich das so auch nicht sagen, denn ich habe hier eine Familie, es fehlten eher die Familientraditionen und all die Weihnachtsvorbereitungen. Diesem wurde jedoch von meiner Mutter ein wenig abgeholfen. Kurz vor dem ersten Dezember erreichte mich ein großer Briefumschlag in dem ich unter anderem einen kleinen Adventskalender mit einem Gedicht für jeden Tag und allerlei Weihnachtsdekoration, sowie eine Art Adventskranz im Miniformat. Jeden Adventssonntag habe ich ganz stolz eine Kerze angezündet und versucht diesen Brauch meiner Gastfamilie zu erzählen ebenso wie den des Adventskalenders. Ich habe ihnen einen selbstgebastelten geschenkt, den meine Gastschwester jeden Tag begeistert geöffnet hat, was mich sehr gefreut hat. Auch Plätzchen habe ich gebacken. Zuhause mit meiner Gastschwester, was wirklich lustig war, sowie an einem Tag in der Grundschule meiner Gastmutter mit ihrer Klasse. In einigen der Klassen habe ich danach auch eine kleine Präsentation über Weihnachten gehalten. Das hat wirklich eine Menge Spaß gemacht. In meiner Schule habe ich ebenfalls mit ein Paar Klassen Plätzchen gebacken, was sehr lustig war, da die meisten von ihnen selten eine Küche von innen gesehen haben. Es hat eine menge Spaß gemacht und das Ergebnis war erstaunlich lecker. Kurz vor Weihnachten kam dann ein weiteres Päckchen aus Deutschland an, welches wirklich besonders war. Zuerst habe ich mich standhaft geweigert das Päckchen vor Weihnachten zu öffnen, bis ich dann von meiner Schwester per E-Mail folgende nette Anweisung bekam: ‚Mach das Paket auf sonst wird’s unangenehm!’ In dem Päcken befand sich nämlich ein selbstgebackener Schokokuchen, welcher den nächsten Tag nicht mehr überstanden hat, da ich ihn mit meiner Gastfamilie sowie meinen Klassenkameraden gegessen habe. Die selbstgemachten Plätzchen, der Dresdner Christustollen, Schokolade in den verschiedensten Ausführungen und weitere Dinge die man sonst noch für Weihnachten braucht wurden mit Freude probiert und an Freunde und Menschen die mir hier geholfen haben verteilt.. Mit meiner Gastfamilie haben wir dann einen Adventskaffee getrunken, was ein wirklich interessantes Erlebnis war. Und wirklich jeder hat die Backkünste meiner Mutter gelobt. Die hier selbstgebackenen Plätzchen kamen an die ihren bei weitem geschmacklich nicht heran Am 24.12. bin ich dann morgens in die Schule gegangen um ein weiteres Mal Plätzchen zu backen, dieses mal mit meiner Klasse. Es hätte wahrscheinlich auch gut geklappt hätten wir nicht einen Stromausfall gehabt und die Butter nicht erst in den Ofen gelegt werden müssen, da meine Lehrerin sie 10 Minuten vorher aus dem Gefrierfach geholt hatte. Aber das hat auch funktioniert unsre Klassenlehrerin die Plätzchen später gebacken. Danach bin ich zu meiner Gastmutter in die Schule und in ein kleines aber wirklich gutes Restaurant gegangen. Und dann Abends kam der beste Teil des Tages. Dank eines anderen Austauschschülers hatte ich die Adresse einer Kirche in der ein deutschsprachiger Weihnachtsgottesdienst stattfand. Zu diesem bin ich dann auch gegangen, da es für mich schon immer dazugehört, dass Heilige Abend in den Gottesdienst gegangen wird. Es war ein kleiner aber schöner Gottesdienst mit Krippenspiel, Kerzenschein und Weihnachtsliedern. Am schönsten jedoch fand ich, dass meine Gastmutter mich begleitet hat, sodass ich an diesen Abend richtige Weihnachten hatte, als ein Familienfest, wie es für mich wichtig ist. Zuhause hatten wir dann noch eine kleine Bescherung, bei der ich die mir zugeschickten Geschenke geöffnet, und mich über jedes einzelne noch mehr als zu Hause gefreut habe. Auch von meiner Gastfamilie habe ich ein, für mich wirklich besonderes Geschenk bekommen. Zwei Kalligraphiepinsel in die jeweils mein chinesischer Name eingraviert ist. Ich war so glücklich darüber! Dafür haben sie von mir ein kleines Räuchermännchen bekommen, welches auch sofort ausprobiert wurde. Alles in allem war es ein doch sehr schöner Heilig Abend an dem ich mich mit einer Art Kulturaustausch zumindest ein wenig bei meiner Gastfamilie für die tolle Zeit und die tollen Erfahrungen hier bedanken konnte.

Rotary und ich

Mein Kontakt zu meinem Rotary Club ist noch immer nicht sonderlich groß, aber gut. Ich gehe weiterhin jeden Monat einmal zu einem Meeting und halte eine drei Minuten Rede. Alle sind sehr nett zu mir und scheinen recht interessiert an meinen Aktivitäten hier zu sein. Man merkt ihnen an, dass sie noch nicht sonderlich viel Erfahrung mit Austauschschülern haben, besonders dann wenn man aus einem Rotary Club kommt, in dem der Jugendaustausch eine solch wichtige Sache ist wie im RC Usingen. Der RC Taipei Metro East ist jedoch dabei den Austausch mehr und mehr in sein Programm zu integrieren, und ich glaube in diesem Club ist man als Austauschschüler im gut aufgehoben, da ich weiß, dass sie wirklich an meinem Leben hier interessiert sind und regelmäßig nachfragen, wie es mir geht. Nur meinen Councellor habe ich noch immer nicht weiter kennen gelernt. Unser Distrikt ist weiterhin sehr bemüht um uns. Wir haben regelmäßig unsere Cultureclass-Stunden, die auch wirklich Spaß machen und interessant sind. Außerdem haben sie uns geholfen eine kleine lustige Weihnachtsfeier zu organisieren. Vor einigen Tagen hatten wir auch eine kleine Sprachpräsentation, damit sie sehen, beziehungsweise hören konnten, wie unser Chinesisch Fortschritte macht. Dabei wurde sehr deutlich welche Schüler noch immer viel Englisch sprechen und welche nicht. Meine Gastmutter hat mir ein traditionell chinesisches Kleid von ihr geliehen und mit mir zusammen ein taiwanesisches Volkslied eingeübt, welches ich dann präsentiert habe, nachdem ich ein wenig über Taiwan und seine vielen Sprachen geredet habe. Es hat wirklich Spaß gemacht.

Meine Schule

In der Schule hat sich nicht allzu viel geändert, doch ich fühle mich dort jetzt deutlich wohler als noch zu Anfang, was daran liegt, dass ich meine Klassenkameraden inzwischen alle ins Herz geschlossen habe. Inzwischen kann ich mit ihnen eine Menge Späße machen und erfahre immer mehr über sie. Ich hatte eine Phase, in der ich nicht sonderlich gerne in die Schule gegangen bin, da meine Klassenkameraden recht wenig mit mir gesprochen haben. Sie sind auch in den Pausen die ganze Zeit am lernen, sodass ich mich so ein wenig einsam gefühlt habe. Deshalb habe ich in das Schülertagebuch, das hier jede Woche geschrieben wird und dann an den Lehrer weitergegeben wird, ein Bild von einer einsamen Schülerin gemalt, in einer Klasse voller lernenden Schüler. Um mein Problem in Worte zu fassen war mein Chinesisch noch nicht gut genug. Daraufhin haben mir meine Klassenkameraden ein kleines Notizbüchlein geschenkt, dass nun immer auf meinem Tisch liegt und in das sie mir immer wieder eine nette Notiz schreiben. Außerdem klappt die Kommunikation seit dem deutlich besser, auch wenn sie weiterhin nicht allzu viel Zeit zum reden haben. Aber ich habe sie wirklich alle sehr gerne. Freitags haben wir immer wieder Schulaktivitäten, sei es eine Rede von Leuten außerhalb der Schule, Schüler präsentieren, was sie in den Schulclubs lernen, oder ein Schüler gegen Lehrer Wettkampf. Diese Doppelstunde wird von allen sehr gemocht, da sie meistens wirklich lustig ist.

Besondere Erlebnisse

Besondere Erlebnisse gibt es hier eigentlich jeden Tag, sodass es mir schwer fällt zu sagen welches am meisten berichtenswert ist. Ein wirklich tolles Erlebnis für mich war, als wir in ein traditionell chinesisch eingerichtetes Haus zum Teetrinken eingeladen worden sind. Wir haben mehrere verschieden Teesorten getrunken und über jede einiges erfahren. So gibt es Sorten die am besten bei gutem Wetter getrunken werden, Sorten für schlechteres Wetter, andere, die man am besten nach einer langen Wanderung trinkt und vieles mehr. Viele Sorten werden erst nach dem ersten Aufguss getrunken, da sich der Geschmack erst später wirklich entfaltet. Der erste Aufguss wird dann nur zum aufwärmen der Becherchen genutzt. Andere Teesorten werden gleich beim ersten Aufguss getrunken. Oftmals ändert sich der Geschmack des Tees auch mit jedem Aufguss, genauso der Geruch, welcher ein wichtiger Teil des Teetrinkens ist. Einige Teesorten trinkt man am besten aus kleinen Becherchen, andere werden erst in einen Riechbecher gefüllt, und von dort in das eigentliche Trinkbecherchen. Bevor man den Tee trinkt wird erst der Geruch wahrgenommen. Erst danach wird der Tee getrunken. Im allgemeinen ist dieses Teetrinken eine ruhige und angenehme Sache, welche ich wirklich sehr gerne habe. Mit dem europäischen Tee, beziehungsweise Kaffeetrinken ist dieses Teetrinken in keiner Hinsicht zu vergleichen.

Danke!

Vier Monate sind nun um, vier Monate voller toller Augenblicke. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken die mir dies ermöglicht haben. Meinem Sponsor Club, dem RC Usingen, dem Jugendaustauschkomitee des Distrikts 1820, genauso wie meiner Familie. Vielen Dank für alles! Ein gutes Neues Jahr! Ann-Kathrin Sauer RC Usingen/RC Taipei Metro East, Taiwan

so ich hoffe ihr konntet euch ne meinung bilden :D lg anka

2 Kommentare 6.1.08 09:28, kommentieren

Frohs neues!

新年快樂!!! (xin nian kuai le!) gutes neues Jahr!

 

wie war euer sylvester?

karter wieder weg?

 

meines war klasse!!!!

wir waren am taipei 101 und haben uns das spektakel mit hunderttausenden anderen menschen gemeinsam angeguggt!!!

es war genial.

das feuerwerk war hammer!!!! ich weis nicht wieviele tausend euo da in drei minuten abgefackelt wurden, aber es hat sich echt gelohnt!!!

ich merke grad das ich keine ahnung hab was ich schreiben soll...

 

gestern war ich mit meiner klasse in einem neujahrskonzert. im nationalmusictheater. es war toll. wenn amn davon absieht, das das mikrophon in der zweiten haelfte ein paar probleme hatte, sprich der gesang immer ein leichtes echo hatte, was es nicht ganz so toll gemacht hat. aber der teil ohne gesang war klasse!!!!

und die haelfte meiner klassenkameraden hat dass meiste verschlafen. taiwans schueler sind einfach immer muede. ich hab herausgefunden, dass einer meiner klassenkameraden morgens um 5 aufstehen muss damit er rechtzeitig zur schule kommt. omg.

 

ich glaub ich werd nachher lieber meinen quartalsbericht posten. nen gescheiter blogeintrag kommt heut nicht zu stande.

naja, schoenes neues jahr wuensch ich euch!

 

anka

1 Kommentar 4.1.08 06:31, kommentieren

Ferien? nix da!

jaaa. Weihnachten ist vorbei. und neujahr steht bevor.

intressantes weihnachten hatte ich hier!

so war dies das erste mal, das ich weihnachten zur schule gegangen bin. blubb. aber nur um mit meinen klassenkameraden plaetzchen zu backen. laenger hat mich da nichts gehalten. hatten zwar nen stromausfall in der schule, der etwas hiinderlich war wenn amn nen ofen auf 200 grd kriegen will und ne klassenlehrerin die der meinung ist, dass man butter ins gefrierfach tut und erst 10 minuten bevor man sie nutzt rausholt, aber ansonsten hat alles geklappt.

die die wir gebacken bekommen haben sind sogar echt lecker gewesen. das beste aber war der kuchen den mir mama geschickt hat und den ich mit meinen klassenkameraden zusammen gegessen aheb. ist nicht ein kruemel ueber geblieben!!!

danach bin ich zur schule meiner gastmutter gefahren und dann mit ihr mittagessen gegangen. waren in nem supperleckeren buddistischen resaturant, was heisst das alles vegetarisch war. war klasse.

abends sind wir dann zusammen in  ne kirche gegangen in der ein deutscher gottesdienst abgehalten wurde. es war klasse. war nichts besonderes, nen kleines krippenspiel ein paar weihnachtslieder, eine richtige theologenpredigt, sprich hooochspannend, und am ende ein kerzenkreis mit oh du froehliche. aber es war ein wenig richtige weihnachten in taiwan, in einer sprache die ich problemlos verstehe.

danach sind fanny und ich in ein superleckeres japanisches restaurant gegangen und dann heim. da gabs dann ne kleine bescheerung. ich hab meiner gastfamilie ein kleines raeuchermaennchen geschenkt, welches mein gastvater ersteinmal fallen lassen hat (danke auch...) aber es hats ueberlebt, und alle waren total begeistert als wir eine der dazugehoerigen raeucherkerzen angezuendet haben und das maennchen brav seine pfeiffe geraucht hat. ausserdem habe ich ihnen die kleine holzkrippe geschenkt die mama mir mitgeschickt hat. die hat jetzt einen ehrenplatz neben dem rauechermaennchen.

 

dann habe ich meine geschenke aufgemacht. von meiner gastfamilie habe ich ein echt supertolles geschenk bekommen, was dadurch noch toller wird, dass ich es nicht erwartet habe. der lustige teil war ein muetze schal handschuhset in dunkel rot mit herr der ringe aufnaehern :D war aber gut durchdacht, da die farbe meine lieblingsfarbe und der film mein lieblingsfilm ist. der besonders tolle teil jedoch warne zwei calligraphiepinsel, auf denen mein chinesischer name eingraviert ist. ich war so happy. von elke habe ich auch ein kleines paeckchen bekommen, worueber ich mich super gefreut habe. ein buechlein mit superschoenen weihnachtgeschichten, nicht die kloassischen bibelgeschichten sondern beondere, eher suesse weihnachtsgeschichtlein. (hab mir am 1. und 2. weihnachtsfeiertag an dem ich NICHT zur schule bin morgnes in ruhe die geschichten durchgelesen, sind echt toll) und ne tafel Milkaschoko. Gute sache!! sollte elke oder ein andere grosse bley das hier lesen, nocheinmal ein riesiges DANKE!

als letztes habe ich das geschenk von meiner familie aufgemacht, auf das ich mich die ganze zeit am meisten gefreut habe. drinne waren briefe von jedem meiner geschwister, was mich totla gefreut hat! und eine karte, bis zum letzten vollgeschrieben von mama und papa. und das geschenk, in einer deutschlandfahne eingepackt war ein kleiner schneemannanhaenger fuer mein pandoraarmband. hab zusammen mit fanny den besten platz am armband dafuer ausgesucht. ich habe mich riesig darueber gefreut! DANKE!

 

Am 1. feiertag bin ich ja wie schon geschrieben nicht in die schule. hat mir meine lehrerin erlaubt. mittags wollten alle austauschschueler zusammen eislaufen gehen, was rotary organisieren sollte, bzw gesagt hat, das sie es machen. pustekuchen. wer eislaufen wollte musste mehr als 2 stunden auf schuhe warten, was wir dann zum grossteil aber nicht gemacht haben. ich nicht, da ich abends einen anruf erwartet habe und fuer den andernfalls zuspaet heim gekommen waere. abends um 8 kam naemlich ein anruf aus deutschland fuer mich!

war der erste anruf mit daheim, wenn man von meinem anruf am ersten tag absieht. ich muss sagen, meine familieist genauso chaotisch wie eh und je und mein KLEINER bruder ist GROESSER als ich!!! irgentwas laeuft da doch schief, odeR??? naja ich goenns ihm, muss nicht jeder klein bleiben, auch wenn ich mich hier recht gross fuehle. hier sind alle plus minus so gross wie ich. und ich habe teilweise deutsche worte vergessen!! und dauernd habe ich hao oder dui gesagt, hao ist gut, dui ist richtig. loool.

ne halbe stunde nach dem ersten kam ein zweiter anruf, diesmal von oma und opa, die in usingen angekommen sind. das war auch toll!

 Hab mich riesig ueber den anruf gefreut, aber ich bin der meinung er sollte eine art ausnahme bleiben. ich bleib lieber bei emails, ist in gewisser weise nen schutz vor moeglichem heimweh.

 

am dritten weihnachtstag hab ich wieder laaaange geschlafen und binn dann mittags mit fanny zu einer ihrer freundinnen wo wir dann wirklich ganz traditionell tee getrunken haben. es war klasse. klingt etwas langweilig, ist es aber nicht. aber erklaeren kann und werde ich es jetzt nicht dafuer hab ich jetzt nicht den nerv. sry.

 

am wochenende waren wir mit meinem gast rotaryclub unterwegs und sind nach ilan. war toll! wenn man davon absieht das man gemaestet wurde :D aber das essen war lecker daher okay. und ich habe meine 2. gastfamilie, zu der ich am 19.1 ziwehen werde etwas mehr kennen gelernt. haben uns ein bisschen hakkakultur, eine volksgruppe hier i taiwan angeguggt, was wirklicht toll war und waren in nem thermalbad. das war superentspannend. nur sitzfleisch war gefordert, da wir wirklich viel im us gesesen haben.aber die zeit habe ich zumeist verschlafen.  ausserdem war nen gazer schwung kinder und gleichaltriger da was das ganze noch lusitger gemacht hat.

heute abend werde ich ir mit meiner familie das feuerwerk am taiepi 101 anguggen gehen! ich freu mich schon richtig drauf! auch wenn heute der kaelteste tag hier ist den ich erlebt hab in taiwan. haben grad mal neun grad gehabt heute morgen, aber ich hoffe ja schwer, dass es in detuschland kaelter ist!

uebrigens, bin 7 stunden frueher als ihr im neuen jahr!

noch drei wochen. drei wochen bei chens dann ziehe ich um und drie wochen, dann sind endlich ferien. ersteres muss nicht unbedingt sein, auf das zweite freue ich mic schon richtig. 4 schoene wochen!!!

leute ich hab bald halbzeit hier. das macht mir fast schon angst. wie schnell die zeit hier vergangen ist. wenn das so weitergeht stehe ich beinahe morgen auf dem frankfurter flughafen. das ist verrueckt!!!

 

so jetzt habe ich hier ewaig an nem blogeinntrag rumgeschrieben statt meinen quartalsbericht endlich zu ueberarbeiten. klasse. und heute muss ich ihnnach deutschland schicken. juhu! das wird noch lusitg....

naja ich mach mich dann mal vom acker. hab jetzt biounterricht.

ach ja koennt ihr mal fuer mich rausfinden wer die neuen usinger und saalbur-taunus outbounds sind und wohin es die zieht?

waere lieb, intessiert mich naemlich!

so bin dann weg fuer dieses jahr!

hsb euch lieb und nen guten rutsch, trinkt nicht so viel und schmeissst keine boeller in anderer leut briefkaesten, das gehoert sich nicht. bis naechstes jahr!

 

anka

 

 

 

3 Kommentare 31.12.07 04:03, kommentieren

Mein Weihnachtsbeitrag

Irgentwie spiegelt es ja meine momentan immerwieder auftretende Sprachverwirrung wieder. Habs im Inet gefunden, habt Spaß mit!

When the snow falls wunderbar


When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit
Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt

All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein

And es sings the family
Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr

With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
An a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now im - Eimer...
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits



FRÖHLICHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!

2 Kommentare 21.12.07 10:35, kommentieren